Du möchtest eine Information ansprechend teilen, einen Elternbrief alternativ gestalten oder etwas anschaulich erklären. Wie kannst Du dazu einfach und niederschwellig ein Video aufzeichnen?

Wie kannst Du die Herausforderung bewältigen?

Um ein Video zu teilen stehst Du vor einer dreifachen Herausforderung:

  1. Du benötigst ein Tool, mit dem Du aufzeichnen kannst.
  2. Du musst möglichst professionell aufzeichnen.
  3. Du musst das Video teilen.

Aufzeichnungstool

Der wahrscheinlich einfachste Weg, um ein Video aufzuzeichnen, ist es, allein in einen Videokonferenzraum mit Aufnahmefunktion zu gehen und dort auf den Aufnahmeknopf zu drücken. Wer eine spezifische Software zum Aufnehmen sucht, kann OBS Studio ausprobieren. Alternativ stehen mit der X-Box Game Bar unter Windows 10 und dem Quicktime Player für MacOS auch bereits vorhandene Bordmittel für eine Aufnahme zur Verfügung. Und schließlich reicht zur Not oft auch eine Aufnahme mit dem Smartphone aus.

Wichtiger als die technische Seite ist meiner Erfahrung nach die eigene Haltung zur Video-Aufnahme. Für mich war es das wahrscheinlich wichtigste Learning im Corona-Jahr 2020 einfach mal schnell ein Video mit mir selbst aufzeichnen zu können. Dieses Learning habe ich im folgenden Video geteilt. Vielleicht hilft es Dir bei Deinen ersten Aufnahmen:

Professionelle Aufzeichnung

Eine gute Aufzeichnung ist nicht sehr voraussetzungsreich. Oft können schon Kleinigkeiten viel bewirken. Die wichtigsten Regeln sind:

  • Möglichst ein Headset verwenden für guten Ton.
  • Für ausreichende Helligkeit und Licht von vorne sorgen.
  • Das Aufnahmegerät so positionieren, dass man den Bildschirm ganz ausfüllt. (Dazu reicht es meist schon, ein paar dicke Bücher drunter zu legen).
  • Einen schönen Hintergrund gestalten.
  • Beim Aufzeichnen in die Kamera blicken.

Wertvolle Tipps zur Professionalisierung der eigenen Darstellung haben wir in einem Vertiefungsvideo zusammengefasst.

Video-Veröffentlichung

Ein erstelltes Video kann oft nicht einfach per Mail oder Messenger geteilt werden, weil es dazu zu groß ist. Stattdessen empfiehlt es sich, es auf einer Videoplattform einzustellen. Gebührenfrei geht das auf Youtube. Bezahlt wird hier allerdings mit Tracking und Werbung. Datenschutzfreundlicher aber dafür gebührenpflichtig ist Vimeo.

Die Veröffentlichung auf einer Video-Plattform hat den schönen Nebeneffekt, dass sich Nutzende Untertitel anzeigen und auch übersetzen lassen können. Das kann gerade für Informationen an eine Zielgruppe hilfreich sein, die nicht Deutsch als Muttersprache spricht.

Probiere es aus!

Sicherlich kannst Du Dir schon denken, was in dieser Lerneinheit die Praxisaufgabe ist: Nimm ein Video mit Dir selbst auf. Spreche möglichst etwas ein, das Du gerade auch tatsächlich benötigst, so dass Du mit diesem Video auch direkt das Teilen eines aufgenommenen Videos lernen kannst.

Weiterführende Links

Ausführliche Informationen zur Erstellung von Audios und Videos findest Du in diesem offenen Selbstlernkurs der OERcamp.