In Videokonferenzen beschränken wir uns oft nur auf das Nötigste und sind froh, wenn alles wenigstens halbwegs funktioniert und nicht bei irgendwem die Technik streikt. Das hat zur Folge, dass Videokonferenzen oft langweilig sind und schnell ermüdend sein können. Wie lässt sich mehr Austausch, mehr Spielerei und mehr Lachen im Online-Kontext realisieren?

Wie kannst Du die Herausforderung bewältigen?

Hier kommen drei erste Praxisvorschläge zum Starten und Ausprobieren von Internetquatsch.

Spielerische Ankommenszeit

Nutze die Zeit bevor es losgeht, um den Teilnehmenden Deiner Videokonferenz kleine Spielereien oder Erkundungen anzubieten. So können abschließend alle entspannt und gut gelaunt in die Videokonferenz starten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem akustischem Waldspaziergang, einem Experiment zum Schwimmen von Eisbergen oder einem zufälligen Blick aus einem Fenster irgendwo auf der Welt? Eine Begrüßungsfolie in diesem Sinne kann dann z.B. so aussehen:

Du gestaltest solch eine Begrüßungsfolie z.B. im Rahmen Deiner Präsentation und gibst damit Deinen Bildschirm frei. Alternativ kannst Du auch das Tool Classroomscreen nutzen.

Hybride Verbindungen

Auch wenn wir von Online-Treffen sprechen, finden diese doch nie nur online statt. Denn jede beteiligte Person befindet sich zugleich an einem physischen Ort. Diese unterschiedlichen physischen Orte aufzugreifen und sichtbar zu machen, schafft erfahrungsgemäß mehr Nähe und soziale Präsenz.

Eine einfache Möglichkeit hierzu ist, dass alle einen Gegenstand aus ihrer Umgebung holen und in die Kamera zeigen. Alternativ kann etwas gemalt, gebastelt oder gebaut werden. Über die Kamera werden die Ergebnisse in der Videokonferenz dann mit anderen geteilt.

Breakout-Räume

Je größer eine Gruppe ist, desto schwieriger wird der Online-Austausch untereinander, wenn sich alle im gleichen Videokonferenzraum aufhalten. Hier können so genannte Breakout-Räume Abhilfe schaffen. Breakout-Räume entsprechen Gruppenräumen oder Gruppentischen an physischen Orten. Es bleiben nicht mehr alle im Plenum, sondern teilen sich auf. Im Online-Kontext muss sich niemand real ‘bewegen’. Stattdessen teilt die moderierende Person die Teilnehmenden in Breakout-Räume ein – und schließt diese nach einer gewissen Zeit auch wieder. Dann gelangen automatisch alle wieder in den gemeinsamen Videokonferenzraum zurück.

Alternativ lassen sich Breakout-Räume sehr gut in Ankommensszenarien nutzen. Einige Videokonferenztools lassen es beispielsweise zu, dass die Teilnehmer*innen sich eigenständig in den Räumen bewegen können und diese einfach so im Hintergrund mitlaufen. Auf diese Weise können die Teilnehmer*innen wie bei einer analogen Veranstaltung vor dem eigentlichen Start in Kleingruppen für Small-Talk zusammenkommen, ohne die gesamte Gruppe zu stören. In unseren FAQs zeigen wir, wie in Zoom Breakout-Räume erstellt werden und wie die Teilnehmer*innen sich darin eigenständig bewegen können.

Breakout-Räume sind immer dann eine gute Idee, wenn man die Möglichkeit zu intensivem Austausch ermöglichen will. Die meisten größeren Videokonferenztools bieten Breakout-Räume als Funktion an.

Probiere es aus!

Die Gestaltung von schöneren Videokonferenzen mit mehr Austausch, Spielen und Lachen ist eine kontinuierliche Herausforderung. Die oben vorgestellten Vorschläge können für Dich einen ersten Einstieg darstellen. Grundsätzlich solltest Du Dich bei der Vorbereitung von jeder Videokonferenz fragen: Wie kann ich sie schöner machen?

Weiterführende Links

Auf der Online-Plattform Internetquatsch findest Du zahlreiche Tools und Anwendungen für mehr Austausch, Spiele und Lachen mit Ideen zum pädagogischen Einsatz.